Leben mit Schizophrenie

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Was ist Schizophrenie

Bei der Krankheit Schizophrenie liegt eine Bewusstseinsspaltung vor. Betroffene Menschen leben sowohl in der Realität, wie auch in einer von ihnen eingebildeten Welt. Die Krankheit zeigt jedoch kein einheitliches Bild und kann sogar beim selben Patienten zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedlich verlaufen.


Im medizinischen Bereich wird der Begriff Schizophrenie für eine ganze Gruppe von Erkrankungen verwendet, welche zu den endogenen Psychosen gehören. Eine endogene Psychose liegt dann vor, wenn die Gründe für die Psychose nur bedingt erklärbar sind. Der Begriff Psychose an sich ist ein Sammelbegriff für psychische Störungen, welche sich durch Realitätsverlust, Wahnvorstellungen, Bewusstseinsstörungen und Störungen des Denkens und Fühlens ausdrücken.


Schizophrenie ist eine weitverbreitete Krankheit. Die Lebenszeitprävalenz, an einer schizophrenen Psychose zu erkranken, beträgt 1 Prozent. Statistisch gesehen durchlebt dadurch jeder hundertste Mensch mindestens einmal im Leben eine schizophrene Episode.


Die Schizophrenie ist nicht zu verwechseln mit der multiplen Persönlichkeitsstörung. Bei dieser Persönlichkeitsstörung glauben die Patienten, eine andere oder mehrere andere Personen zu sein.


Frauen und Männer sind von der Schizophrenie gleich häufig betroffen. Tendenziell erkranken Männer jedoch früher im Leben (zwischen 20 und 25 Jahren) als Frauen (zwischen 25 und 35 Jahren). Bei Kindern ist eine Schizophrenie ganz selten. Die Krankheit betrifft Menschen aus allen Bevölkerungsschichten und Kulturkreisen gleichermassen.



Schizophrenie in Zahlen

Die Wahrscheinlichkeit mindestens einmal im Leben an einer schizophrenen Störung zu erkranken, wird weltweit auf 1 Prozent der Gesamtbevölkerung geschätzt. Dieser Prozentsatz ist somit höher als der von Alzheimer oder insulinabhängiger Diabetes.


  • Männer erkranken eher zwischen der Pubertät und dem 25. Lebensjahr, während Frauen tendenziell zwischen dem 25. und 29. Lebensjahr davon betroffen sind.

  • Zur Unterscheidung
    Schizophrenie ist:

    - eine Erkrankung des Gehirns mit konkreten und spezifischen Symptomen, die durch strukturelle und biochemische Veränderungen hervorgerufen werden.
    - häufig mit einer medikamentösen Therapie behandelbar.

    Schizophrenie ist nicht:
    - eine "Persönlichkeitsspaltung".
    - folge eines Kindheitstraumas, Fehlverhaltens der Eltern oder materieller Not.
    - das Ergebnis persönlichen Versagens.
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