Die Krankheit zeigt kein einheitliches Bild und kann sogar bei demselben Patienten zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedlich verlaufen. Schizophrenie bedeutet Bewusstseinsspaltung und soll damit meinen, dass das Erleben des Erkrankten geteilt ist in die Wahrnehmung der Realität so wie sie ist und in die Wahrnehmung einer "virtuellen" Realität, nämlich der eingebildeten.
Im medizinischen Kontext wird Schizophrenie für eine ganze Gruppe von Erkrankungen verwendet, welche zu den endogenen Psychosen gehören. Endogen bedeutet, dass die Ursachen für die Psychose nur bedingt erklärbar sind. "Psychosen" ist ein Sammelbegriff für psychische Störungen, welche mit Realitätsverlust, Wahnvorstellungen, Bewusstseinsstörungen und Störungen des Denkens und Fühlens einhergehen.
Die Lebenszeitprävalenz, an einer schizophrenen Psychose zu erkranken, beträgt 1 Prozent: Das heisst, statistisch gesehen, durchlebt jeder hundertste mindestens einmal im Leben eine schizophrene Episode. Schizophrenie ist also eine verbreitete Krankheit.
Nicht zu verwechseln ist die Schizophrenie mit der multiplen Persönlichkeitsstörung, bei der die Patienten glauben, eine andere oder mehrere andere Personen zu sein.
Männer und Frauen sind gleich häufig betroffen. Männer erkranken oft etwas früher (zwischen 20 und 25 Jahren) als Frauen (zwischen 25 und 35 Jahren). Bei Kindern ist eine Schizophrenie ganz selten.