Leben mit Schizophrenie

Leben mit Schizophrenie - Eine Plattform für Angehörige, Betroffene und Forschung

Therapie

Die Schizophrenie-Therapie besteht aus 3 Teilen:

 

Medikamente

Als Voraussetzung für eine psychotherapeutische Behandlung dient eine Therapie mit einem Psychopharmaka, Neuroleptika genannt. Es hemmt die Wirkung des Hirnbotenstoffs Dopamin und vermindert so die Erregung und Aggressivität. Die Dosierung und Therapiedauer ist individuell und hängt auch vom Stadium der Krankheit ab, in dem sich die betroffene Person befindet.
Das Neuroleptika ist zwar sehr wirkungsvoll und kann die Schizophrenie-Symptomatik deutlich verbessern, doch bringt es auch einige unerwünschte Nebenwirkungen mit sich. Die Einnahme von Neuroleptika kann vor allem zu Bewegungsstörungen führen.
Als weitere Nebenwirkungen können auch Gewichtszunahme, Müdigkeit, Mundtrockenheit, Herzrasen oder niedriger Blutdruck auftreten.

 

Psychotherapie

Im Zentrum steht das "verstehende, einfühlende" Gespräch.
Ziel in der Akutphase ist es, eine stabile, tragfähige und vertrauensvolle Beziehung zwischen dem Therapeut bzw. der Therapeutin und dem Klient bzw. der Klientin aufzubauen. Zudem geht es um die Vermittlung von Mut und Hoffnung, sowie eines für den Patienten bzw. die Patientin verständliches und akzeptables Krankheitsmodell. Die Angehörigen werden dabei, soweit die betroffene Person es gestattet, in die Behandlung miteinbezogen und über die Erkrankung informiert. Im weiteren Behandlungsverlauf sind das individuell angepasste Verhältnis von verständnisvollem Klima und Tagesstrukturierung verbunden mit einem Training der sozialen Kompetenzen zentral. Die betroffene Person soll dabei weder unter- noch überfordert werden. Wichtig ist auch, mit dem Patienten bzw. der Patientin individuelle Stressoren und Frühwarnzeichen zu ermitteln und gemäss eines Krisenplans Notfallmassnahmen zu bestimmen. Dies ist ein relevanter Schritt für die spätere Wiedereingliederung.

 

Soziotherapie / Rehabilitation

Schlussendlich wird auf das Ziel hingearbeitet, dass der Patient bzw. die Patientin im jeweils individuell möglichen Masse wieder unabhängig und selbstständig leben kann. Dafür werden soziale Kompetenzen gefördert und Defiziten vorgebeugt. Auf dem "Weg der kleinen Schritte" zurück in die berufliche und soziale Wiedereingliederung gibt es viele verschiedene Angebote wie Arbeits- und Beschäftigungstherapie, berufliche Rehabilitation, teilstationäre Klinikaufenthalte als Übergangslösung, aber auch längerfristige Rehabilitationsbereiche wie geschützte Arbeitsplätze, Rehabilitationsgruppen oder Wohnheime.

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